Anmeldung „Schwule in Hochschule und Wissenschaft”

Beitrag vom 18 April 2011

Anmeldung „Schwule in Hochschule und Wissenschaft”

26. Mai 2011 bis 29. Mai 2011 in Göttingen (Akademie Waldschlösschen)

Anmeldeformular anmeldung

Einladungsflyer flyer_vorne    hinten

Anmeldung Workshops und Showbeiträge  workshop-showbeitrag

Bei Fragen wender Euch bitte per Mail an: info@lusk.de

admin @ 11:24
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Sch(w)ule ignoriert

Beitrag vom 16 Februar 2011

Homosexualität in NRWs Schulbüchern nur sehr beiläufig erwähnt


Köln, den 16.02.2011

Eine Studie des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Uni Köln (LUSK) im Rahmen der Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie


Es ist schon erschreckend“ resümiert Max Christian Derichsweiler vom Autonomen Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln (LUSK) die Ergebnisse der Studie, „dass von 365 in NRW gängigen Schulbüchern gerade einmal 67 Homosexualität bzw. schwullesbische Lebensweisen benennen.“ 67 von 365, das sind gerade einmal 18,35%. „Und damit noch nicht genug!“ fügt Felix Unger, Schwulenreferent des LUSK hinzu, „Von diesen 67 Schulbüchern belassen es die meisten (62) bei der reinen Benennung.“ In den meisten Büchern taucht „Homosexualität“ am Seitenrand mit einer knappen Erläuterung auf. „Wie in einem Glossar“ ergänzt Verena Läcke, Lesbenreferentin des LUSK, „ein Wort, das die SchülerInnen kennen und erklären sollten.“ „Die Bücher, die sich wirklich konstruktiv mit dem Thema beschäftigen, kann man an einer Hand abzählen“, so Marius Gerads, ebenfalls Schwulenreferent.

Bei ihrer Untersuchung konzentrierten sich die Studierenden auf die Fachbereiche evangelische Religion, Geschichte, Biologie, Deutsch, Englisch sowie Politik/Sozialwissenschaften. Dabei stießen sie auch auf fragwürdige Auseinandersetzungen mit dem Thema. „Ein Biologiebuch setzte Homosexuelle mit Triebverbrechern, Sadisten und Prostitution gleich,“ klagt Anke Büscher (LUSK) an. Andere Schulbücher fielen positiver auf. So setzt sich beispielweise ein Religionsbuch hervorragend im Rahmen einer Reihe über Liebe und Sexualität mit dem Thema Homosexualität auseinander und macht deutlich, dass es sich um eine Lebens- und Liebesform handelt. Diese und andere, teilweise schockierende, teilweise äußerst positive Beispiele fanden die Studierenden bei ihren Untersuchungen. Eine Zusammenfassung des Workshops, der am 10.11.2010 an der Universität zu Köln mit einer Gruppe interessierter Studierender gehalten wurde, ist ab sofort auf der Archivseite des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats einzusehen:

http://archiv.lusk.de/?p=221

Studie als pdf auf Anfrage: info(at)lusk.de

admin @ 18:47
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Kölner Studierendenparlament stärkt Lesben- und Schwulenpolitik

Beitrag vom 3 Februar 2011

Aktuelle Pressemitteilung

Kölner Studierendenparlament stärkt Lesben- und Schwulenpolitik

Köln, den 02.02.2010

Gestern Abend hat das Studierendenparlament der Uni Köln, als höchstes studentisches Organ, die Antidiskriminierungsarbeit in seiner Satzung festgeschrieben und stützt gleichzeitig die Arbeit der Autonomen Referate.

“Damit setzen die Studentinnen und Studenten der Uni Köln ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein tolerantes Miteinander. Für die Autonomen Referate bedeutet dies sowohl eine große Aufwertung ihrer Bereiche, als auch die Stärkung ihrer täglichen Referatsarbeit. Das ist ein guter Tag für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in Köln”, erklären Verena Läcke, Felix Unger und Marius Gerads, Referenten des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Uni Köln (LUSK).

Auf Initiative des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Uni Köln (LUSK) beschloss das Plenum des Parlaments einstimmig folgende Satzungsänderung:

„Das Studierendenparlament setzt sich mit Diskriminierungen auf Grund der Ethnizität, der Nationalität, des Geschlechts, der Sexualität, chronischer Erkrankungen und Behinderungen auseinander.“ (§21 Abs.9)
Außerdem wird ein neuer §23 „Autonome Referate“ eingefügt:
„Zur Gewährleistung des § 21 Abs. 9 werden das Autonome Lesben- und Schwulenreferat, das Autonome Frauen- und Lesbenreferat, das Autonome Referat für Studierende mit Behinderung und das Autonome AusländerInnenreferat durch das Studierendenparlament geschaffen. Für eine ausreichende finanzielle Ausstattung hat das Studierendenparlament Sorge zu tragen.“

Damit sind die Autonomen Referate mit ihren jeweiligen Bereichen festgeschrieben und müssen ausreichend finanziert werden. Eine Änderung könnte allein mit einer unwahrscheinlichen 2/3-Mehrheit erfolgen.

Besonderer Dank gilt auch den ehemaligen Referenten Max Christian Derichsweiler und Christian (Travis) R., die den Antrag ins Leben riefen und seit Jahren mit großem Einsatz für mehr Autonomie und Sicherheit der Referate kämpfen.

admin @ 16:19
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Öffentliche Diffamierung des LUSK durch Nachrichtenchef von Timm TV

Beitrag vom 14 Dezember 2009

Aktuelle Pressemitteilung

Köln, 14.12.09

Öffentliche Diffamierung des LUSK durch Nachrichtenchef von Timm TV

In einem öffentlichen Statement äußert sich der Nachrichtenchef von Timm TV, Dirk Ludigs, zu den Vorkommnissen in Köln zu der Affäre um E. Düsing. Queer.de veröffentlichte sein Statement, das LUSK als “radikal” und “demokratisch fragwürdig” bezeichnet:
“Ob Wissenschaftler wie Edith Düsing ein gestörtes Verhältnis zu Homosexuellen haben, weiß ich nicht. Dass ihre Kritiker ein gestörtes Verhältnis zur Freiheit haben, ist aber gewiss.”
Dirk Ludigs bezeichnet das LUSK als “Queere Jakobiner”, die “auch die sprichwörtlichen Guillotinen auszupacken bereit wäre”.

LUSK hat sich in einem Offenen Brief an den Nachrichtenchef gewandt und Stellung zu Ludigs Statement genommen. Darin wird klargestellt, dass sich LUSK seit langem direkt mit dem Vorfall um Frau Düsing und der Marburger Erklärung beschäftigt und in zwei Erklärungen “Für Akzeptanz und Gleichberechtigung” und “Zum Statement von E. Düsing” dezidiert zu den Geschehnissen und Hintergründen äußert. Da diese in Ludigs Betrachtung nicht mit einbezogen wurden, hat LUSK ihn noch einmal auf diese hingewiesen.

“Diffamierungen und Beleidigungen helfen nicht sich eine eigene Meinung in dieser Sache zu bilden. Warum Ludigs sich nicht direkt an LUSK wendet, ist mir schleierhaft. Sicher ist nur, dass sich gerade ein Nachrichtenchef intensiv mit einer Sachlage vertraut machen sollte, bevor er sich öffentlich äußert. Dass gerade ein Journalist von Timm TV dies offensichtlich nicht getan hat, ist mehr peinlich als alles andere.”, macht Max Ch. Derichsweiler, Schwulenreferent des LUSK, deutlich.

Damit, dass Unterstützung zu Ludigs Äußerungen vor allem von Evanglikalen und Unterstützer von Düsing und Wüstenstrom e.V. kommt, muss er nun leben. Sachliche Fehler und Verzerrungen in seiner Darstellung zeigt LUSK öffentlich auf und fasst noch einmal die wichtigsten Punkte als Richtigstellung (s.u.) zusammen. Timm TV und Ludigs haben bereits klargestellt, dass er sich nicht im Namen des Senders geäußert hat. Nach eigenen Angaben von Ludigs ist er seit dem vergangenen Freitag, „wie lange geplant“, nicht mehr Nachrichtenchef des Senders.

admin @ 21:22
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Offener Brief des LUSK an Dirk Ludigs

Beitrag vom 14 Dezember 2009

Betreff: Ihr Statement zum LUSK, veröffentlicht bei queer.de am 10.12.09
- ein offenerer Brief des LUSK an Dirk Ludigs
Sehr geehrter Herr Ludigs,
mit Interesse haben wir Ihr Statement zum LUSK (veröffentlicht bei queer.de am
10.12.09) zur Kenntnis genommen. Sicherlich erlauben Sie uns, unsere Perspektive in
res Ihnen darzulegen.
Zunächst bedauert das LUSK sehr, dass es nach den Anstrengungen exklusiver
Berichterstattung zu keiner Verwendung des gedrehten Materials und zu keiner
Veröffentlichung der von Ihnen angefragten Statements gekommen ist, wie es bis
Dienstag, 08.12.09, 12h, immer noch die Absicht vereinzelter timm tv Redakteure
gewesen zu sein schien. Nach Ihrem Statement sind nun die Hintergründe der
Angelegenheit offensichtlich geworden, dennoch möchten wir uns hier noch einmal
ausdrücklich für das hohe Interesse (bis Montag, 12h) bei allen timm tv Mitarbeitern
bedanken.
Zur Ihrer Kritik an uns und unserem Verhalten gegenüber E. Düsing:
LUSK bedauert es zu tiefst, dass Sie den Anschein gewonnen haben, dass unsere
Methoden „totalitär“ und „radikal“ seien.
Da Sie sich sicherlich eingehend
·  mit dem Methoden der Konversionstherapie (insbesondere durch den VLSP
oder Wissenschaftler wie Prof. Dr. Rauchfleisch/ Prof. Dr. Steffens
wissenschaftlich widerlegt und im Bundestag thematisiert),
·  mit Wüstenstrom e.V. und ehemal. Probanden dieses Vereins persönlich,
·  mit der Marburger Erklärung (inkl. dem Hintergrund und mit den Unterzeichern),
·  mit schwullesbisch geprägten Glaubensgruppen (besonders HUK und Walter
Conzelmann),
·  mit E. Düsing in langen Emailkorrespondenzen innerhalb einer zweimonatigen
Verhandlungsphase (in sich der Rektorat und Dekanat der Philosophischen
Fakultät keinesfalls positiv über die Äußerungen E. Düsings äußerten, und
Timm TV sogar eine Dreherlaubnis zu Düsings Gastvortrag erteilten),
·  letztendlich mit der Ansicht E. Düsings (dass sie keinen Anlass sähe, sich zu
ihren getätigten Kommentaren zu äußern, Diskussionsangebote und einen
Vorschlag der Disputatio der Veranstalter ablehnte),
·  mit dem friedlichen und deutlich nicht bedrohlichen Protest gegen ihr Verhalten
persönlich und
·  vor Ort analytisch mit dem von ihr verteilten Statement zu der Sache beschäftigt
haben,
möchte LUSK nicht im einzelnen auf Ihre dargestellten Argumente eingehen; nur so
viel:

Sie beziehen sich auf die in der Marburger Erklärung Argumente und Thesen als
berechtigtes Anliegen.
In der Erklärung „Für Akzeptanz und Selbstbestimmung“ haben wir die Argumente
widerlegt und kritisieren die dargestellten Thesen. Diese Erklärung lobte der genannte
Verband schwullesbischer PsychiaterInnen für seine exakte wissenschaftliche
Analyse, sie wurde von führenden PolitikerInnen und Wissenschaftlern (darunter viele
Professoren) unterzeichnet und von vielen schwullesbischen Organisationen und
Verbänden unterstützt.
Sie beziehen sich auf die Argumente und Thesen des Statements von E. Düsing, das
sie am 07.12.09 verteilen ließ, und erachten dies als ein berechtigtes Anliegen.
In der „Erklärung des LUSK zu E. Düsing“ wird das Statement analysiert, und nehmen
dezidiert Stellung zu den angeführten Argumenten Düsings, denen sie offensichtlich
folgen, und kritisieren diese Thesen, wie wir glauben, sachlich genug, um nicht als
Faschisten diffamiert zu werden
Anscheinend waren Ihnen beide Erklärungen (bzw. wissenschaftlichen Analysen)
bisher nicht bekannt, daher sind diese im Anhang für Sie zu finden.
Auf Ihre Beleidigungen bzw. beleidigenden und nebenbei fehlerhaften historischen
Analogien zu den Guillotine-liebenden Jakobinern möchten wir an dieser Stelle nicht
weiter eingehen, obgleich es sehr erfrischend ist, nach etlichen bereits bekannten
Diktatur-Vergleichen (Stasi/Gestapo), mit der Terreur-Phase der Französischen
Revolution verglichen zu werden.
Schließen möchten wir lieber mit den Worten Immanuel Kants bzw. denselben, die ein
Protestierender am Montag in der Bildungseinrichtung an E. Düsing richtete:
„Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Mit freundlichen Grüßen,
- stellv. für das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln -

admin @ 21:20
Gespeichert in: Allgemein, Offene Briefe
Statement des LUSK vom 14.12.09

Beitrag vom 14 Dezember 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der letzten Woche wurde immer wieder ein verzerrtes und teilweise diffamierendes Bild mit unwahren Behauptungen über das LUSK konstruiert. Das LUSK möchte hier die wichtigsten und deutlichsten Punkte, so redundant sie auch sind, noch einmal für alle Beteiligten und Interessierten zufassen. Dies geschieht auch im besonderen Bezug auf das Statement des Timm TV Nachrichtenchefs Dirk Ludigs:

1. Das Wörtchen “Autonom” im Namen des Lesben- und Schwulenreferats der Uni Köln bedeutet nicht, dass wir mit schwarzen Kapuzen rumlaufen und links radikale, antidemokratischen Einstellungen vertreten. Jede hochschulgebildete Person weiß, dass “autonom” bei AStA-Referaten, die Autonomie als Referat einer sozialen Minderheit zum AStA bedeutet: Wir sind nicht abhängig von AStA-Entscheidungen, sondern alle Lesben und Schwule an der Uni Köln wählen selbst ihre Repräsentanten und sind an den Entscheidungen des LUSK direkt beteiligt, ganz basisdemokratisch. Deshalb gibt es auch ein “Autonomes Behindertenreferat” ebenfalls ganz ohne schwarze Kapuzen.
Ebenso wird LUSK gerne  als antichristlich und religionsfeindlich dargestellt. Es erscheint wohl zu abwegig, dass sich auch im LUSK christliche und gläubige Menschen befinden könnten, jedoch wird übersehen, dass es eine Arbeitsgruppe „Homosexualität und Religion“ im LUSK gibt.

2. Wenn über die Marburger Erklärung gesprochen wird, wird immer außer Acht gelassen, dass es sie hierbei nicht um eine Erklärung für Meinungsfreiheit handelt, sondern um eine Erklärung, die eben diese gefährlichen Umpolungstherapien deckt. Niemand redet über die geschädigten Probanden, die oft Suizidversuche hinter sich haben, nachdem sie in “Behandlung” gewesen sind. Alle Unterzeichner dieser Erklärung unterstützen somit repressive Methoden, die unwissenschaftlich sind und Menschen direkt schaden! Jeder kann trotz der Unfassbarkeit dieser Ansicht dieser Meinung sein, solange er sie als Privatperson unterstützt. Dass diese Meinung kritisiert werden darf, ist ebenso Teil der freien Meinungsäußerung. Anbei: Auf dem Marburger Kongress wurde keine Gegenmeinung zu den Umpolungstherapien zugelassen: Das ist totalitär und unwissenschaftlich!

3. Dem LUSK ging es nie darum, ein Redeverbot über Frau Düsing zu verhängen. In unserer Erklärung weisen wir sogar explizit darauf hin, dass es uns nicht um Schiller oder ihre Kompetenz in diesem Bereich geht. Frau Düsing hat im Vorfeld ihres Vortrages mehrere Gesprächsangebote mit LUSK, dem Rektorat der Uni Köln und dem Dekanat der Philosophischen Fakultät abgelehnt. Ein Vorschlag der Veranstalter im Oktober -mit der ausdrücklichen Unterstützung der Uniseite-, dass LUSK zu Beginn des Vortrages die Kritik an Frau Düsing vorbringen und sie darauf in einer klassischen Disputatio antworten könne und dann ihr Vortrag ohne Zwischenfälle ablaufen würde, akzeptierten wir bedingungslos. Frau Düsing lehnte hingegen dies ab. LUSK ging es immer darum, dass sie sich zu ihren getätigten öffentlich Äußerungen äußert und sie nicht kommentarlos ihren Vortrag hält, ohne, dass ihre kritikwürdige Haltung zu gefährlichen Umpolungstherapien deutlich wird. Die diskussions- und dialogfreudige (und damit doch auch freiheitliche) Einstellung der Protestierenden wird außerdem dadurch deutlich, dass mit dem Prodekan Prof. Pape zu Beginn Düsings Vortrags diskutiert wurde und nach dem schriftlichen Statement von Frau Düsing die Protestierenden den Hörsaal verließen. Dass sie selbst nach der Erkenntnis, dass Düsings Statement zu der Sache mehr als dürftig ist, nicht radikal, faschistisch und gewaltbereit den Hörsaal stürmten oder ähnliches taten und damit Frau Düsing selbstverständlich ihren Vortrag zu Schiller halten konnte, genügt wohl als Beweis. LUSK ging es immer um ein Zeichen für die Öffentlichkeit, dass eine Professorin mit einer derartigen Einstellung nicht selbstverständlich als öffentliche Person hingenommen werden kann. Da alle Diskussionsversuche durch sie bereits im Keim erstickt wurden, musste die Meinung von Lesben und Schwulen friedlich mit Fahnen und Transparenten und einem schon fast humoristischen Küss-Flash-Mob deutlich gemacht. Was ist daran radikal oder totalitär?

Mit freundlichen Grüßen,

- stellv. für das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln -

admin @ 21:16
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Erklärung des LUSK zu E. Düsing

Beitrag vom 10 Dezember 2009

Erklärung des LUSK zum Statementpapier von E. Düsing vom 07.12.09

Köln, den 10. Dezember 2009

Bei dem Gastvortrag „Schillers Konzept des ‚höheren Selbst’ in Nietzsches
Umdeutung“ am Montag, 07.12.09, von Frau Edith Düsing ist es zu Protesten gegen
die Referentin gekommen. Mehr als zweihundert Personen nahmen an der
Veranstaltung teil, um ihren Protest gegen die umstrittenen Äußerungen Düsings zur
Homosexualität auszudrücken. Diese hatte sich im Vorfeld durch ihre Unterschrift der
Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung – Gegen die totalitären Lesben- und
Schwulenverbände“ angeschlossen und gegenüber der Zeitung EXPRESS geäußert,
dass es eine positive Entwicklung sei, wenn Homosexuelle sich heterosexuell
umorientierten ließen.
Inhalt der genannten Erklärung ist desweiteren die Propagierung und Unterstützung
der Erforschung von sogenannten Konversionstherapien; Therapieversuche also, die
Homosexuelle Heterosexuelle umpolen sollen und in der Vergangenheit bereits zu
schwerwiegenden psychischen Komplikationen und sogar Selbstmordversuchen bei
Probanden geführt haben. Die fachwissenschaftliche Mehrheit lehnt seit jahrzehnten
diese Methoden ab. Mit ihrer Unterzeichnung unterstützt Edith Düsing diese
gefährlichen Methoden, die an psychische Misshandlung grenzen.
In ihrer Veranstaltung hat Edith Düsing eine vorbereitete Stellungnahme zu der Kritik
an ihrer Person austeilen lassen, in der sie äußert, das LUSK kämpfe „gegen
Phantom-Aussagen“. Anstatt sich von ihrer Unterzeichnung zu distanzieren, betont sie
ihr „generelles Eintreten für Grundfreiheiten in unserem Land und für die zu wahrende
Freiheit der Wissenschaft“, ignoriert dabei aber geflissentlich den zweiten Teil des
Titels der von ihr unterzeichneten Erklärung: „Gegen die totalitären Bestrebungen der
Lesben- und Schwulenverbände.“ Des Weiteren betrachtet sie die Kritik an einer
solchen weltfremden Äußerung als Meinungsdiktat von Seiten des LUSK und als
Versuch, „eine philosophische Vortragsveranstaltung an einer Stätte der Wissenschaft
dem Diktat lesben- und schwulenpolitischer Interessenvertretung und ihrer Agitation zuunterwerfen.“ Die implizierten Unterstellungen eines quasifaschistischen Agierens
gegen Rede- und Meinungsfreiheit treten deutlich zu Tage, zumal sie die Kritik in die
Nähe des nationalsozialistischen Regimes rückt. Dass sie dies mit einer der sozialen
Minderheit verknüpft, die unter nationalsozialistischer Verfolgung sehr gelitten haben,
ist eine Beleidigung für das Ansehen der ermordeten Opfer.
In krassem Gegensatz dazu äußert sie in ihrer Stellungnahme, die Würde und der
Wert aller Menschen gelte „uneingeschränkt und ausnahmslos, einerlei, ob sie eine
heterosexuelle, homosexuelle, bisexuelle oder transsexuelle Identität haben.“ Die hier
formulierte Anerkennung sexueller Orientierung als unveränderbare Identität kann im
geschilderten Kontext und ohne die geforderte Distanzierung von den kritisierten
Teilen der Erklärung, die in scharfem Gegensatz dazu stehen, da sie eine
Therapierbarkeit von sexueller Orientierung behaupten, nur als unzureichender
Versuch gewertet werden, sich mit Worthülsen aus der Affäre zu ziehen. Wäre dies
tatsächlich Düsings Überzeugung, so hätte sie sich bereits im Vorfeld problemlos von
der unterzeichneten Erklärung distanzieren können.
Zu Frau Düsings Vorwurf der Diffamierung ihrer Person durch uns:
Wir haben nichts anderes getan, als Frau Düsings Äußerungen – direkter Natur oder
durch Unterschrift getätigt – wiederzugeben und zu kritisieren. Dass sie dies als
Diffamierung zu bezeichnen wagt, wirft unserer Ansicht nach ein interessantes
Schlaglicht auf die Rechtsvorstellung einer Gelehrten, die uns und unsere Kritik in eine
direkte Reihe zu faschistisch-totalitären Regimen setzt. Außerdem würden wir gerne
auf die Darstellung des Vorlesungsablaufs durch Kurt J. Heinz auf medrum.de
verweisen (1), der die Proteste in aller Ernsthaftigkeit ein „Homo-Spektakel“ nennt, sowie
auf die niveaulosen Kommentare in diesem Forum zum genannten Artikel, die Frau
Düsings gewagte historische Verortung unseres Protests in der Nähe des
Nationalsozialismus auf schmutzigste Weise aufgreifen (2).  Der Autor des Artikels, den
Frau Düsing umseitig auf ihrem Statement abdruckte, ist eben jener Kurt J. Heinz,wessen Beitrag ebenfalls zunächst auf medrum.de publiziert worden ist. Dieser
Zusammenhang entwirft ein überaus prägnantes Bild des Dunstkreises, als dess’
Geistes Kind Frau Düsing sich so selbst verortet. Dies allein kann und soll ihr nicht
vorgeworfen werden, ihre Äußerungen bleiben dennoch kritikwürdig.
Da wir – im Gegensatz zur oben aufgezeigten Darstellung – nach wie vor auf den
argumentativ geführten Dialog setzen, stellen wir unsere Position, die wir durch unser
Gegenüber stark verzerrt wiedergegeben sehen, hier erneut in toto dar.
Wir betonen – so redundant dies leider ist – erneut:
- Wir sind nicht gegen Meinungsfreiheit, sondern dafür. Daher haben wir unser
Recht wahrgenommen, unsere Meinung zu artikulieren, anstatt für immer zu
schweigen. Unsere Meinung ist, dass Konversionstherapien untragbar sind.
- Wir sind für Freiheit und Selbstbestimmung. Um unsere Selbstbestimmung zu
wahren, wehren wir uns gegen Bestrebungen, unsere sexuelle Identität zu
pathologisieren. Solche Tendenzen hat Frau Düsing durch ihre Unterschrift
gestützt. Wir kritisieren das.
- Wir verwahren uns gegen die von Frau Düsing unterzeichnete Vorstellung, dass
die Lesben- und Schwulenverbände Deutschlands totalitären Bestrebungen
anhängen. Gerade deshalb stellen wir uns hier erneut dem Dialog. Da die
Lesben- und Schwulenverbände keine politische Partei darstellen, für die eine
„Machtübernahme“ möglich ist, kann der Glaube an totalitäre Bestrebungen nur
auf einer paranoiden Angst vor der Unterwanderung staatlicher Organe durch
die immer wieder sogenannten „Homo-Lobbyisten“/ „Homo-Ideologen“ beruhen.
Eine Vorstellung, die in einschlägigen Foren wie kreuz.net, medrum.de und
kath.net ständig anzutreffen ist. Wir halten solche Ängste für irrational und für
homophob. Wie jede andere Interessengemeinschaft vertreten die Lesben- und
Schwulenverbände ihre Meinung, um sie auch politisch wirksam zu machen.
Das ist nicht totalitär oder subversiv, sondern Teil des demokratischen
Prozesses. Eine Erklärung mit dem Untertitel „Gegen die Totalitären
Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ und deren Unterzeichner
müssen wir kritisieren.
- Wir nehmen uns das Recht heraus, Menschen, die uns als
Gesinnungsterroristen (3) diffamieren, als ebensolche anzusehen. Solche
Diffamierungen stehen außerhalb von jedem wissenschaftlichen Diskurs oder
jeder Meinungsäußerung. Beleidigungen und agressive Drohungen gegen uns
sind von allen Beteiligten unabhänig ihrer Perspektive auf das Äußerste zu
verurteilen.

——

1 http://www.medrum.de/?q=content/universitaet-koeln-ein-ambivalenter-schauplatz
2 Zwei der blumigsten Kommentare seien hier zu Illustrationszwecken zitiert:
„Redeerlaubnis
Benötigt man künftig, auch wenn man zu Nicht GLBT-Themen ungestört reden will (Dr. Düsing Philosophie und
Literaturgeschichte, ich nur angeblich “langweilige” Finanzthemen) eine lila-rot-grüne Redeerlaubnis? Wo kann
man sich diese beschaffen? Was muß man für die Gesinnungsprüfung einreichen? - Oder bin ich durch meine
bisherigen Meinungsäußerungen bereits disqualifiziert? - Hilft evtl. eine Generalentschuldigung auch für alles, was
man bisher noch nicht gesagt hat und zukünftig nicht zu sagen beabsichtigt? Verliert man diese Redeerlaubnis,
wenn man sich für eine allgemeine Meinungsfreiheit einsetzt? Da die Behörde für Meinungsterror im
Behördenverzeichnis nicht leicht zu finden ist und auch sonst recht selten auftritt: Welche Anschrift hat die “Lila
Gestapo/Stasi” ? (Ich kenne keine anderen Behörden, die sonst “berechtigt” sein könnten, allgemeine Redeverbote
zu erteilen) (Wir haben ja verstanden, daß man sich zu GLBT-Themen nur zustimmend jubelnd äußern darf, aber
wer hilft einem, wenn man unsicher ist, zu welchem Detail man gerade jubelnd zustimmen darf? Weder der
Völkische Beobachter noch das Neue Deutschland können uns hier weiterhelfen.)“ (Von: user Klaus Brinkmann,
09.12.2009, 4.49 Uhr)
„Täter und Mitläufer
“Der Prodekan der Philosophischen Fakultät, Professor Walter Pape, war zwar anwesend, aber nach dem Eindruck
mehrerer Teilnehmer schien er sich eher mit der Protesttruppe solidarisieren zu wollen, als für einen störungsfreien
Vorlesungsbetrieb zu sorgen.” Das sind die eigentlichen Mitläufer totalitärer Regimes, die aus mißverstandener
Gutmenschenideologie, resultierend aus ausreichender Gehirnwäsche der Propagandamaschinerie und einseitigem
Toleranzverstehen rot/grüne gewaltbereite Meinungsterroristen nicht nur dulden, sondern heimlich fördern. Man
denke an die rotgrünen Brandstifter in Städten wie Berlin und Hamburg, da kann keiner sagen, dass die Politik
gegen diese Verbrecher bisher ernsthaft eingeschritten ist. Daran kann man sehen, dass roter Terror dem braunen
verblüffend ähnlich ist. Nur Menschen wie Euch allen hier werden wir es zu verdanken haben, dass rot/grüner
faschistoider Terror im letzten Moment verhindert wurde. Der Protest dagegen kommt leider nicht aus den Reihen
unserer “Elite”, daher gilt mein großer Dank Frau Dr. Düsing, die den Anfang macht. Wir brauchen viel mehr
Intellektuelle, die das Rückrat haben, gutmenschelnden Lobbyisten die Stirn zu bieten und rechtzeitig “nein” zu
sagen.“ (Von: user Gast, 09.12.2009, 9.32 Uhr, beide gesehen auf s.o., 11.10 Uhr)

3 Zur Information noch eine Beispielemail, wie wir sie zur Zeit täglich erhalten:
“Betreff: Gesinnungsterror
Text:
Das ist eine Riesensauerei, die ihr da veranstaltet habt bzgl Frau Prof. Düsing! Pfui Teufel! Ist das euer
Verständnis von Demokratie? Ist es in unserem Staat mittlerweile nicht mehr möglich, seine Meinung frei zu
äußern, nur weil es irgendwelchen Schwuchteln nicht passt? Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid? Mit
Nazimethoden jemanden fertigmachen, weil er anderer Meinung ist - zum Kotzen.”

admin @ 12:29
Gespeichert in: Allgemein, Erklärung
Großer Protest gegen Frau Düsing an der Uni Köln

Beitrag vom 10 Dezember 2009

— Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln —

Aktuelle Pressemitteilung

Montag, 07.12.09

Großer Protest gegen Frau Düsing an der Uni Köln

Bei dem bereits im Vorfeld durch das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln (LUSK) kritisierten Auftritt von Dr. Edith Düsing zu ihrem heutigen Gastvortrag an der Uni Köln ist es zu Protesten gegen die Referentin gekommen. Mehr als zweihundert Personen nahmen an der Veranstaltung teil, wovon ein Großteil ihren Protest gegen die umstrittenen Äußerungen Düsings zur Homosexualität ausdrückte.
Unter anhaltendem Klatschen und Rufen der Demonstrierenden mit Fahnen und Transparenten ließ Düsing eine vorbereitete Stellungnahme austeilen. In dieser versichert sie zwar, die Würde und der Wert aller Menschen gelte „uneingeschränkt und ausnahmslos, einerlei, ob sie eine heterosexuelle, homosexuelle, bisexuelle oder transsexuelle Identität haben.“
Dennoch distanziert sie sich nicht von gefährlichen  Konversionstherapien, die sie mit der Unterzeichnung der Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ zuvor unterstützt hatte. Desweiteren behauptet sie, bei der Unterzeichnung lediglich generell für „Grundfreiheiten in unserem Land und für die zu wahrende Freiheit der Wissenschaft“ eingetreten zu sein. Dabei ignoriert sie die weiteren ausdrücklichen Ziele der Erklärung mit dem Untertitel „Gegen die totalitären Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“.

„Dies hat mit dem Recht auf Rede- und Meinungsfreiheit in keinster Weise zu tun. Die Erklärung ist Homophobie unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit“, macht Max Christian Derichsweiler, Schwulenreferent des LUSK, deutlich.

Die Kritik des LUSK betrachtet sie als quasifaschistisches Meinungsdiktat, das sie in die Nähe der „zwei totalitäre[n] Regime“ rückt, die „im vergangenen Jahrhundert die Freiheit des Menschen [...] auf  unerträgliche Weise unterdrückt und seine Würde mißachtet“ haben.

Das LUSK fordert nach diesem entlarvenden Statement weiterhin von Frau Dr. Düsing eine deutliche Distanzierung der Professorin.


Weitere Informationen: www.lusk.de   -   www.archiv.lusk.de

admin @ 12:23
Gespeichert in: Allgemein, Pressemitteilungen
Unterstützung der Kritik des LUSK an E. Düsing

Beitrag vom 4 Dezember 2009

NDESKONFERENZ DER SCHWULEN UND SCHWUL-LESBISCHEN
REFERATE UND HOCHSCHULGRUPPEN
-der Bundeskoordinator-

Betreff: Unterstützung der Kritik des LUSK an der Universität zu Köln an
Frau Prof. Dr. Düsing
Die Bundeskonferenz der schwulen, schwullesbischen und queeren Referate und
Hochschulgruppen unterstützt die Kritik des Autonomen Lesben- und
Schwulenreferates an der Universität zu Köln(1) an Frau Prof. Dr. Düsing.
Wir fordern Frau Prof. Dr. Edith Düsing auf, sich von der „Erklärung für
Freiheit und Selbstbestimmung/Gegen die totalitären Bestrebungen der Lesben
und Schwulenverbände” zu distanzieren.
Die “Wissenschaft”, welche in dieser Erklärung gegen “Totalitäre Bestrebungen
der Lesben- und Schwulenverände” verteidigt werden soll, ist religiös motiviert
und fundiert und wird daher von uns abgelehnt. Die Kritik an der Erklärung
stellt keinesfalls eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit dar, sondern ist
ein Bekenntnis zur Aufklärung und zur Wissenschaft. Unter Verweis auf die
Stellungnahmen der American Psychiatric Association (APA)(2), des Deutschen
Bundestages(3) sowie des Verbandes lesbischer Psychologinnen und schwuler
Psychologen (VSLP)(4) möchten wir klarstellen, dass die Konversion von
Homosexuellen grundsätzlich weder wissenschaftlich noch ethisch tragbar ist.
Ein Versuch verstärkt die Probleme oft noch und kann in manchen Fällen sogar
bis hin zum Selbstmord führen.
Indem Frau Düsing die Erklärung mit ihrem Titel an der Universität zu Köln
unterschrieben hat, wird versucht, eine Wissenschaftlichkeit dieser religiös
fundierten Debatte herzustellen.
Da sie sich in keiner Weise von der Erklärung distanziert hat und den Dialog
scheut, finden wir es kritikwürdig, dass ihr im Rahmen eines redlichen
wissenschaftlichen Forums Raum und Gehör zuteil werden soll, da dies in
unseren Augen die homophobe Tendenzen in der Gesellschaft befördert und die
Bemühungen um Antidiskriminierungsprozesse konterkarieret.
Mit freundlichen Grüßen
Florian Krause
Bundeskoordinator

c/o AStA der
Universität Trier,
Universitätsring 12b,
54286 Trier
eMail: bundeskoordinator@schwulenreferate.org

www.schwulenreferate.org

1 www.lusk.de ;Pressemitteilung: www.archiv.lusk.de
2 American Psychiatric Association. Position Statement 199216, abrufbar unter
http://www.psych.org/Departments/EDU/Library/APAOfficialDocumentsandRelated/PositionStatements/199
216.aspx . Zugriff am 16.04.2009. Position Statement 199820, abrufbar unter
http://www.psych.org/Departments/EDU/Library/APAOfficialDocumentsandRelated/PositionStatements/199
820.aspx . Zugriff am 16.04.2009. Position Statement 2000001, abrufbar unter
http://www.psych.org/Departments/EDU/Library/APAOfficialDocumentsandRelated/PositionStatements/200
001.aspx . Zugriff am 16.04.2009. Position Statement 2000001a, abrufbar unter
http://www.psych.org/Departments/EDU/Library/APAOfficialDocumentsandRelated/PositionStatements/200
001a.aspx . Zugriff am 16.04.2009.
3 Drucksache 16/8022 vom 12.02.2008, abrufbar unter
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/080/1608022.pdf . Zugriff a, 16.04.2009.
4 Abrufbar unter http://www.lsvd.de/611+M590dc40b4a2.0.html . Zugriff am 16.04.2009

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“Homoheiler”-Unterstützerin will Vortrag an der Uni Köln halten

Beitrag vom 30 November 2009

- Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln (LUSK)-

Aktuelle Pressemitteilung

Montag, den 30.11.09

“Homoheiler”-Unterstützerin will Vortrag an der Uni Köln halten

Die in die Kritik geratene Professorin Edith Düsing will einen Vortrag am 07. Dezember ‘09 im Rahmen einer Ringvorlesung an der Universität zu Köln halten. Das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln (LUSK) wurde zusammen mit dem SprecherInnenrat der Philosophischen Fakultät der Uni Köln (PhilSprat) in dieser Sache aktiv: Sie forderten in einem offenen fakultätsinternen Brief Veranstalter, Rekorat und Dekanat der Philosophischen Fakultät auf, einer öffentlichen Unterstützerin von unwissenschaftlichen und gefährlichen Umpolungstherapie kein Forum an der Universität zu Köln zu bieten.

“Wir waren in dieser Sache gesprächsbereit, aber Frau Düsing zeigt sich als unkooperativ. Mehrere Gesprächs- und Diskussionsangebote, die ausdrücklich auch von Dekanat und Rektorat befürwortet wurden, lehnte Frau Düsing ab. Unsere Forderung bleibt, dass sie sich deutlich und öffentlich von homophoben Erklärungen distanzieren und öffentlich getätigte Äußerungen klarstellen soll”, stellt Max Christian Derichsweiler, Schwulenreferent des LUSK, heraus.

“Vor dem Hintergrund der ethisch und politischen Verantwortung, besonders seitens des Dekanates der Philosophischen Fakultät, besteht auch ohne Billigung von Frau Düsing dringender Handlungsbedarf! Andernfalls müssten Lesben und Schwule klarer und sichtbarer als bisher an der Uni Präsenz zeigen.”, macht Thomas Jaschinski, stellv. Referent des LUSK, deutlich.

- Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln (LUSK)-

Zusätzliche Informationen:

Link zur Veranstaltung: 07.12.09, 16.00h, Hörsaal XIII - Hauptgebäude der Universität zu Köln
http://www.philosophie.uni-koeln.de/dl/schiller.pdf

Link zu veröffentlichen Pressemitteilungen in diesem Zusammenhang
http://archiv.lusk.de/?p=87

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